Schnittmuster Kleid, Abendkleid, Brautkleid

Das Schnittmuster oder der Schnitt ist die Vorlage für den Zuschnitt eines Kleidungsstücks. Fachgeschäfte bieten fertige Einzelschnitte aus Papier nach Durchschnittsmaßen und mit Verarbeitungshinweisen an. Auf einem Schnittmusterbogen sind mehrere Modelle mit unterschiedlichen Markierungslinien übereinandergezeichnet. Den gewünschten Schnitt muß man mit Hilfe von Transparentpapier oder einem Kopierrädchen auf untergelegte Papierbögen übertragen. Der Fachmann stellt ein Schnittmuster nach individuellen Maßen und Modellvorstellungen auf.  Für Abendkleid und Brautkleid werden oft mehrdimensional Schnittmuster verwendet. Nur auf diese Weise kann die Komplexität eines Brautkleides oder Abendkleides dargestellt werden.

Von einem Schrägschnitt spricht man, wenn die Mitte eines Sdhnitteiles (Schnittmuster) diagonal zum Fadenlauf zugeschnitten ist. Schräg verarbeitete Gewebe sind außerordentlich dehnbar und schmiegsam und passen sich der Figur meist ohne Abnäher an. Schmale Kleider können durch Schrägschnitt eine raffiniert elegante Wirkung erlangen, Glockenröcke bekommen durch ihn einen besseren Fall. Bei schmalen Rockformen sollte ein Futter das "Aussitzen" verhindern. Schräge Kanten sichert man am besten durch eine formbeständige Einlage. Schrägstreifen werden diagonal zum Fadenlauf geschnitten und sind besonders gut dehn- und formbar. Man verwendet sie deshalb v. a. zum Verstürzen oder Einrollen gebogener Kanten und Ausschnitte, aber auch für feine Paspel und Röllchen. Vielfältige Darstellungsmöglichkeiten machen die Schnittmuster für normales Kleid, Abendkleid und Brautkleid sehr verschieden. Wichtig dabei ist es immer eine Darstellungsmöglichkeit zu wählen, die für einen leicht verständlich ist.