| Mode |
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„Mode ist, was man selber trägt. Was unmodern ist, tragen die anderen." Dieser weise Ausspruch stammt von dem englischen Dichter Oscar Wilde. Damit hat er nicht ganz unrecht, denn was immer die rasch wechselnde Mode-Szene uns vorschreiben will: Wenn es nicht zum eigenen Stil paßt, sollte man lieber darauf verzichten. Ihn zu finden steht am Anfang jedes Mode-Bewußtseins, sonst wird man zum bloßen Mitläufer eines Trends. Manche Frauen sind zu beneiden. Sie greifen stets mit sicherem Händchen genau das heraus, was ihnen am besten steht. Andere haben Schwierigkeiten, ihre Linie zu finden. Sie wissen nicht genau, wie sie sich am attraktivsten kleiden sollen, welche Schnitte und Farben zu ihnen passen. Für diese Frauen kann die Einteilung nach Frühling-, Sommer-, Herbst- und Wintertypen eine kleine Hilfe sein. Kein Dogma, sondern nur ein Wegbereiter. Niemand soll sich davon abhalten lassen, sich auch mit anderen Farben als den dort angegebenen zu kleiden. Doch werden Sie selbst feststellen, daß gewisse Farbgruppen zu bestimmten Hauttönen weniger gut aussehen als andere. Probieren Sie es doch einfach mal aus! Dieses Buch soll Ihnen dabei helfen, Sie attraktiver und schöner zu machen. Dazu müssen Sie keine Mannequin-Maße besitzen, sondern nur die wichtigsten Tricks kennen, wie Sie mit Kleidung und Accessoires Ihre Schwachstellen kaschieren und die Pluspunkte betonen können. Außerdem erfahren Sie Wissenswertes über Materialien, Schnitte und Stilrichtungen. Am Schluß finden Sie Tips zum Einkaufen, für die Reise und die richtige Kleidung zum Sport. Auch wenn Sie Ihre Farben genau kennen und sich beim Kleiderkauf danach richten, kann oftmals am Erscheinungsbild etwas „schief" sein. Denn außer der Farbe gibt es weitere, wesentliche Faktoren, die das modische Gleichgewicht ausmachen. Stoffe, Schnitte und Details eines Kleidungsstücks müssen ebenso zum Typ passen wie zu Körpergröße, Figur, Gesichtszügen und Frisur. Frauen, von denen man behauptet, daß sie „ihren Stil gefunden haben", besitzen ein untrügliches Gespür für die Moderichtung, die ihnen steht. Sie wird nicht von einem Designer diktiert, sondern kommt sozusagen „aus dem Bauch". Sofern man mit diesem Fingerspitzengefühl nicht von Natur aus gesegnet ist, kann man es sich aneignen. Allerdings nicht dadurch, daß man das trägt, was auch der Freundin so gut steht, oder sich wahllos im Ausverkauf eindeckt. Schätzen Sie als erstes Ihre Figur richtig ein. Sind Sie groß, mittel oder klein? Wie verhalten sich die Proportionen zueinander? Kann man die vorherrschenden Körperformen und Gesichtszüge eher als rund oder als eckig bezeichnen? Soll eine Kleidung harmonisch sein, muß sie diese Linienführung wieder aufnehmen. Es hat keinen Sinn dagegen zu arbeiten. Dabei ist es selbstverständlich möglich, daß einer Jacke mit geraden Linien durch abgerundete Details die Strenge genommen wird. Auch das Gewicht der Stoffe, ihre Struktur sowie das Muster sollten mit dem Körper harmonieren. Je kantiger die Silhouette der Figur, desto geometrischer dürfen die Muster sein. Abweichungen kann es geben, wenn die Linie der Kleidung beispielsweise extrem klar ist. Je mehr Kurven der Körper hat, umso ungünstiger ist ein stark strukturierter Stoff. In diesem Fall schmiegen sich weiche, glatte Materialien besser an. |