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Als Modefarben für Kleidung und Beiwerk werden halbjährlich von Instituten und Gestalterbüros der Industrieländer saisontypisch aufeinander abgestimmte Farbreihen vorgeschlagen, die den Industriebetrieben der Länder als Arbeitsgrundlage dienen. Die Farbreihen enthalten leuchtende reine sowie abgemischte gebrochene Töne, wobei deren Farbanteile sehr unterschiedlich sein können.  ÂDie zielgerichtet auf bestimmte Farbreihen beschränkte Produktion kann vom Verbraucher als Diktat aufgefaßt werden, jedoch obliegt es seinem persönlichen Geschmack, individuell auszuwählen. Letzten Endes entscheidet der Gebrauch im Alltag, welche Farben modisch überwiegen. Als Stil bezeichnet man auf künstlerischem Gebiet im weitesten Sinne die Einheit der Ausdrucksformen, seien es die eines einzelnen oder einer ganzen Gruppe von Menschen. Ein Stil, der inhaltliche und gestalterische Gesetzmäßigkeiten größerer kultureller und künstlerischer Entwicklungsyhasen umfaßt, z. B. Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Jugendstil, prägt stets auch die Formen der Kleidung mit. Im engeren Sinne meint man in der Bekleidungskultur mit dem Stil die ästhetische Übereinstimmung von Lebensweise, Haltung und äußerem Erscheinungsbild eines Menschen oder einer Gruppe, z. B. beim Jeansstil. Die Typgestaltung mit Kleidung, Frisur, Schmuck und Kosmetik ist ein schöpferischer Vorgang und Lernprozess, bei dem solche Persönlichkeitseigenschaften unterstrichen werden, die der einzelne mit anderen teilt oder teilen möchte (z. B. schlank, groß, mädchenhaft, fraulich, lebhaft, ruhig, kraftvoll, empfindsam, elegant, gebildet). Von seinen zahlreichen individuellen Persönlichkeitseigenschaften kann man mit Hilfe der jeweiligen Mode nur einige hervorheben, die übrigen bleiben unbetont. So entsteht das Bedürfnis nach Modewechsel, der mit anderen Hervorhebungen weitere Möglichkeiten der Typgestaltung fördert. Mittels  optischer Korrektur lassen sich zu schwach ausgeprägte, jedoch erwünschte Eigenschaften scheinbar verstärken. Verkleidung stellt dar, was nicht vorhanden ist. Innerhalb dieses Spielraums haben sich Bekenntnis und selbstkritische Haltung zu bewähren. Übung, Vergleich mit anderen, Lebenseinsicht und Konsequenz führen den Menschen allmählich zur Gestaltung seiner Haupteigenschaften, seines Typs. Erfährt die eindrucksvoll gelungene Typgestaltung nur noch geringfügige Modewandlungen, spricht man von persönlichem Stil. |
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