50er Mode

Die Beatniks hingen währenddessen in den Cafes der Rive Gauche in Paris oder in Greenwich Village in New York herum und diskutierten die Lage. Einige "stiegen aus" - zehn Jahre, bevor das »Aussteigen« wirklich Mode wurde. Es gab auch ein raueres, weniger intellektuelles Grollen, eine allgemeine Unzufriedenheit mit der konsumorientierten Mittelklassegesellschaft der Erwachsenen. Die rebellischen Töne des Rock 'n' Roll wurden im Laufe der 50er Mode immer populärer. Filme wie Der Wilde mit Marlon Brando oder Denn sie wissen nicht, was sie tun mit James Dean vermittelten ihre eigene Form des Protests und forderten die Teenager überall auf der Welt dazu heraus, ihre Gleichaltrigen als eigenständige Gruppe innerhalb der Gesellschaft zu begreifen - eine Haltung, die dann in der Jugendrevolte der Sechziger zum Ausbruch kam. Gemeinsam war den verschiedenen Richtungen der 50er Mode ein Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Status quo, verkörpert durch den Angestellten, den Mann im grauen Flanellanzug mit seinen 2,5 Kindern und seiner superschick gekleideten Frau. Doch trotz ihres Grolls auf die konformistische Gesellschaft verhielten sich die Rebellen ihrerseits streng konformistisch in Bezug auf ihre eigenen Modestile. Die 50er Mode wurde zu einem wichtigen Erkennungszeichen, durch das sich die wirklich Coolen von den "Spießern" abgrenzten.