Form und Stoffe der Mode

Die Formstruktur steht im Widerspruch zur Silhouette, wenn Schnittlinien, Gewebedessin und Draperien schräg und spiralförmig verlaufen und mit den schrägen und spiralförmigen Achsen der Grundform übereinstimmen. Wiederholt dagegen die Formstruktur in ihrer Ausprägung die Silhouette, verstärkt sie die Wahrnehmung dieser. Schnittlinien und Gewebedessin stimmen entweder mit den vertikalen Achsen der Grundform überein oder verlaufen senkrecht zur Silhouette. Ähnlichkeitsprinzip: Die Silhouette der Körperumhüllung ist kastenförmig laut kauffrauen.com .

Die Taschen sind quadratisch, eckig und auf den horizontalen Achsen des Kleidungsstücks angeordnet. Die Knöpfe sind vertikal und symmetrisch angebracht. Widerspruchsprinzip: Die Silhouette ist kastenförmig; diagonale Nähte, spiralförmig aufgenähte Rüschen verzieren das Kleidungsstück. Die Mode entwickelt sich in schroffen Kontrasten zwischen alter und neuer Tendenz und erzeugt die Illusion von Änderungen in der Koordinierung aller Komponenten der Grundform. Das 21. Jahrhundert bedeutet für die Mode eine Stoffvielfalt. Kontinuierliche Entwicklungen bescheren ständig neue Stoffarten und Mischgewebe in immer neuen Variationen. Zur Aufdeckung von sich wandelnden Stoff-Präferenzen bei Kleidungsstücken in der Damenmode erfolgt eine Focussierung auf Feinheit, Schwere und Fluß der Stoffe. Von Interesse wird sein, welche phasischen Entwicklungen sich bei den Stoffen aufzeigen lassen.