Goldschmuck aus Weißgold, Gelbgold oder Rotgold

Kein Goldschmuck besteht aus purem Gold. lOOOer-Feingold ist viel zu weich, um als Goldschmuck verarbeitet zu werden. Es wird deshalb mit anderen Metallen zu Schmuckgold legiert, d.h. gemischt. Die Zusatzlegierung bei Gelbgold setzt sich (im Verhältnis 3:2) aus Silber und Kupfer zusammen. Weißgold werden Silber und Rhodium oder Nickel beigemischt.

Bei Rotgold-Legierungen ist der Kupferanteil höher als der Silberanteil. Der Wertunterschied zwischen Weiß-, Gelboder Rotgold ist unerheblich. 333er-Gold (erkennbar am international gültigen Stempel 333/-) besteht lediglich zu 33,3% aus Feingold. 16,1 % seines Gewichts setzt sich aus Fremdmaterial zusammen, vorwiegend aus Silber und Kupfer. 555er-Gold (Stempel 585/-) hat einen Goldgehalt von 58,5 %). 750er-Gold (Stempel 750/-) besteht zu 75 % aus reinem Gold). Manchmal wird der Goldgehalt heute noch mit der alten Bezeichnung 18, 14 oder 8 Karat angegeben. Wird ein Goldschmuck von 24 Gramm mit 18 Karat gestempelt, bedeutet das, daß es aus 18 Gramm Feingold und 6 Gramm Zusatzlegierung besteht. Bei 8 Karat ist es genau umgekehrt: 16 Gramm Zusatzlegierung und nur 8 Gramm Feingold.
Die Strapazierfähigkeit des Goldschmucks hängt von der jeweiligen Legierung ab. Feingold (1000/-) wird grundsätzlich nie zu Schmuck verarbeitet. 750er-Gold hat sowohl die notwendige Biegsamkeit als auch Stabilität und kann gut bearbeitet werden. 585er-Gold ist ebenfalls ein gutes Schmuckmaterial. Es ist härter bzw. widerstandsfähiger, aber auch weniger wertvoll. 333er-Gold wird zu recht preiswertem Modeschmuck verarbeitet.