Platinschmuck, Palladium Schmuck, Platinringe

Platinschmuck besteht zu 95 % aus Platin (Gütestempel bzw. Punzierung "PT 950"). Ihm sind nur 5% Fremdmaterialien beigemengt. Es gilt deshalb als das reinste aller Schmuckmetalle (zum Vergleich: beim 750er-Gold ist der Anteil der Fremdmetalle fünfmal so hoch). Platinschmuck ist schwerer als Goldschmuck und nahezu doppelt so schwer wie das sprichwörtlich schwere Blei.

Es leitet sehr schlecht. Ein Vorteil, den sich die Industrie zunutze macht. Dort werden zwei Drittel der Platinproduktion verbraucht, nur ein Drittel wird zu Schmuck verarbeitet. Platin schmilzt erst bei einer Temperatur von 1.773 Grad (Gold bei 1.063 Grad, Feinsilber schon bei 960 Grad Celsius). Platin hat  sogenannte Schwestermetalle. Das sind Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium und Ruthenium. Sie alle haben ähnliche Eigenschaften wie Platin und werden unter dem Begriff „Platinoide" zusammengefaßt. Der Palladium-Schmuck wird zwar selten angeboten. Doch der Reiz an Palladium ist nicht weniger als Platinschmuck.
Platin-Legierungen verbessern die Trage- und Verarbeitungs-Eigenschaften unedlerer Metalle. Durch die Zugabe von Kupfer oder Palladium erhält man eine weichere Legierung, z.B. für filigrane Schmuckstücke geeignet, durch Zusatz von Kobalt gewinnt man eine mittelharte und mit Iridium eine besonders harte Platin-Legierung, die vor allem für Platinringe bevorzugt wird.