Schmuckständer

Der Schmuckständer kombinierte Platin und Gelbgold mit farbigem Email, das damals ,en vogue' war. In den zwanziger und dreißiger Jahren beschränk-
ten sich die Juweliere wieder auf Platin und Edelsteine. „Art deco", die neue Kunstrichtung, brachte betont geometrische Formen in das bislang eher verspielte Schmuckständer-Design. Platin wurde plakativ verarbeitet.

Typisch für diese Zeit waren breite Armbänder, markante Broschen und Anhänger, ungewöhnliche Ring-Kreationen und äußerst elegante Kolliers. Auch Armbanduhren wurden in Platin gefaßt und dicht mit Edelsteinen besetzt. Dieser Art-deco-Schmuckständer ist heute bei Sammlern überaus begehrt. Für ausgesuchte Stücke müssen Liebhaber recht tief in die Tasche greifen. Diese Kunstwerke aus Platin waren aber auch damals nur einer kleinen, zahlungskräftigen Klientel vorbehalten. Große Stars trugen sie, Mae West zum Beispiel. Sie verzichtete auf jedes andere Edelmetall.