Edelsteine, Diamanten - Echtheit prüfen - Härte

Für einen Laien ist es unmöglich, mit letzter Sicherheit synthetische Edelsteine oder geschickte Imitationen von echten Edelsteinen zu unterscheiden. Selbst der Fachmann kann das nur unter Zuhilfenahme von komplizierten optischen und technischen Geräten. Eventuell kann die Ritzhärte ein Prüfkriterium sein, aber auch nicht unbedingt.

Das Überprüfen der Echtheit von Edelsteinen ist eine Wissenschaft für sich. Es ist deshalb unbedingt zu raten, Edelsteine nur im Fachhandel zu kaufen, der mit Echtheits-Expertisen für die teuer erstandenen Steine bürgt. Edelsteine haben unterschiedliche Ritzhärten, unterteilt in eine Skala von 1 bis 10. Unter Härte versteht man den Grad des Widerstands, den ein Mineral einer äußeren mechanischen Bearbeitung entgegensetzen kann. Talk ist mit der Ritzhärte 1 das weichste Gestein, Quarz mit Härte 7 schon sehr widerstandsfähig, Topas mit Härte 8 noch härter. Der Diamant - als einziger mit Härtegrad 10 - ist sozusagen mehr als „stahlhart". Die Härtegrade  1 — 3 sind mit dem Fingernagel ritzbar, 4-5 mit dem Messer, Härtegrad 6 (Feldspat) ist unempfindlich gegen Messer, 7—10 können nur mit Edelsteinen bearbeitet werden — also Quarz und Beryll (beide Härtegrade 7), Topas und Spinell (8), Korund (9) und eben der Diamant. Um zu Schmuck verarbeitet zu werden, müssen Mineralien mindestens einen Härtegrad von 5-6 aufweisen, sonst wären sie viel zu empfindlich.